Archiv: Dezember 2012

Was feiern nach Wegfall der Religionen?

27.12.2012 Allgemein, Namen und Deutungen, Privates Keine Kommentare

Nicht nur die Grünen machten sich zu diesem Thema Gedanken. Schon 2012 hatte ich so einige Ideen zu dem Thema, ob nun sinnig oder unsinnig, will ich nicht entscheiden. Es war in erster Linie einmal nur eine reine Sammlung von Überlegungen.

Der Wegfall der Religionen hat bedauerlicherweise den Wegfall einiger Feste und Feiertage zur Folge, wenn diese nicht entsprechend umgewidmet werden. Damit es in Deutschland keine gravierenden Änderungen im Feiertagskalender gibt, hier meine Vorschläge: Unproblematisch sind ja ohnehin die gesetzlichen Feiertage wie Sylvester, Neujahr, der Maifeiertag oder der Tag der deutschen Einheit. Da mir die ersten Drucke der Bücher „Göttliche Erkenntnis“ am 23.12.1999 sowie „Die Reise in die Seele“ am 23.12.2009 zugestellt wurden, plädiere ich für einen Bescherungsabend am 23. Dezember eines jeden Jahres, anschließend einem Fest der Freude und Versöhnung für zwei weitere Tage. An Ostern wird bereits jetzt des Friedens gedacht, sodass das Osterfest künftig als Friedensfest über weiterhin vier Tage gefeiert werden sollte. Pfingsten war bislang das „Fest des Heiligen Geistes“ und würde zukünftig als „Fest der Erleuchtung“ Bestand haben können. Aus Christi Himmelfahrt würde der gesetzliche „Vatertag“ und aus Fronleichnam der gesetzliche „Muttertag“, denn Sonntags ist ein solcher Gedenktag albern und darüber hinaus will der Blumenhandel weiterhin florieren. Allerheiligen sowie der Buß- und Bettag könnten dagegen locker durch neue gesetzliche Feiertage wie Weiberfastnacht und Rosenmontag ersetzt werden. Anstatt also die Totenruhe durch Andachten und bunte Lämpchen zu stören, müsste dann ebenfalls in bislang unkarnevalistischen Gegenden Deutschlands der Winter ausgetrieben werden. Bei einem derart sonnenhungrigen Volk wie dem der Deutschen sollte dieser Vorschlag allerdings auf ungeteilte Zustimmung stoßen können.

Damit zu den „unchristlichen“ Festen: Ramadan sowie das abschließende Fastenbrechenfest lassen sich problemlos integrieren, wobei es sowieso freigestellt sein sollte, zwischen Karneval und dem Friedensfest oder eben nach alter islamischer Sitte zu fasten. In dieser Zeit ehemaligen Christen die Vorzüge der orientalischen Küche vorzustellen, ist aber in jedem Falle eine gute Idee. Das Opferfest, der Geburtstag des Propheten Mohammed, das islamische Neujahr sowie das Ashura-Fest (Fasten- und Rettungstag des Propheten Moses) lassen sich naturgemäß schwieriger umwidmen. Hier hilft vielleicht das Bewusstsein weiter, sich einstens aus dem Christentum entwickelt zu haben. Für das jüdische Pessachfest als Erinnerung an den Auszug aus Ägypten fällt mir spontan nichts ein. Die Matzen (eine jüdische Fastenspeise) des Matzenfestes (so erzählte es mir meine Großmutter) sollen allerdings auch mit Butter und Marmelade gut schmecken. Hier fehlt es mir jedoch bislang an den entsprechenden Erfahrungen. Wie man es darüber hinaus weltweit mit den Festen halten will, muss man einfach mal sehen. Zur Not übernimmt man unsere Feste und macht bezüglich der eigenen gute Vorschläge zur Umwidmung. Wenn es Sinn macht, sollten die Feste dann weltweit übernommen werden.