Ende der Religionen

schrieb am 20.01.2017 - Stadtgeschichtliches, Weltgeschichte - Noch keine Kommentare

Kommt einmal das Ende der Religionen? Wenn man sich deren Verankerung in den Gesellschaften betrachtet, erscheint es unwahrscheinlich. Doch es gibt Möglichkeiten, die Entstehung der Lehren zu verstehen und vor allem das Leben der Stifter zu entzaubern. Dazu darf zunächst festgehalten werden, dass alle Ideologien auf die Verarbeitung von Lebenserfahrung (was auch sonst?) zurückgehen.

Lebenserfahrungen und das Ende der Religionen

Da es zudem immer wieder dieselben (Lebens-) Geschichten, nachfolgend dieselben Ansätze zur Aufarbeitung sind, lässt sich jede Erfahrung – selbst Gotteserfahrung – nachvollziehen. Auf diese Weise gewinnt man vergleichbare Einsichten und ebensolche Lösungsansätze. Die Faustformel: Prägende Erlebnisse (Mord, Totschlag, Notwehr, Abtreibung, Vergewaltigung, Seelenwanderung, Verlust naher Angehöriger, Prügel- und Krankheitserlebnisse, Nahtoderfahrungen etc.), haben nur eine Handvoll unterschiedlicher Erkenntnisse in der Mystik oder aber schamanische Seelenreisen zur Folge. Der Rest ist Okkultismus / Spiritismus, Esoterik oder Philosophie. Manches Mal waren es auch nur rituelle Handlungen, die irgend etwas bewegen sollten. Mithin bleiben

  • Mystik
  • Schamanentum
  • Okkultismus / Spiritismus / Esoterik
  • Philosophie und/oder
  • Priesterliche Riten

übrig, die in wechselnder Zusammensetzung zu Glaubenslehren verwoben wurden. Die Untersuchung kann sogar über alle Zeiten und alle Kulturen hinweg vorgenommen werden, denn neben Religionsstiftern wie Paulus, Mohammed oder Buddha setzten sich immer ebenso „normale“ Leute mit ihrer Geschichte auseinander, Leute wie Du & Ich. Manche blieben „unentdeckt“, manche taten sich in ihrem Umfeld als Weise hervor, manche wurden Märchenerzähler und manche andere wurden Dichter & Denker. Mit dem Vergleich aller Auflösungsergebnisse geht es nun zunächst den Religionsstiftern und nachfolgend den Religionen selbst an den Kragen.

Ein gottgewolltes Ende der Religionen?

Es war offenbar Gottes Wunsch, der Menschheit mit Religionen eine beschleunigte Entwicklung zu schenken. So konnte man mit den Glaubenslehren und einem täglichem Gebet (statt eigener Bemühungen) „den lieben Gott einen guten Mann / eine gute Frau“ sein lassen. Statt seelischen Leids für eigene Erkenntnis gab es Raum und Zeit für technische, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder sonst eine Entwicklung. Für das Seelenheil hatte man Vorbeter, Imame, Priester oder Mönche, die sich für Geld um jedermanns Heil zu bemühen hatten. Da wir allerdings inzwischen auf einem „siechenden Planeten“ leben, ist Umdemken angezeigt. Wir haben einen Punkt in der Geschichte erreicht, von dem ab jede weitere Entwicklung (insbesondere technische) als Selbstläufer angesehen werden darf. Wir gewinnen dank Arbeitsteilung wieder Zeit, neben der Maloche für uns selbst zu sorgen. Wir kennen und schätzen die Vorzüge einer Demokratie mit ihrer Toleranz anderen gegenüber. Wir brauchen daher auch keine Seelenochsen mehr, die bisher (vorgeblich für uns) in den Organisationen Kirche, Kloster etc. für unser Seelenheil beteten.

Wir können inzwischen stattdessen sämtlichen Ideologien mithilfe der Einsichten aus allen Erkenntnisprozessen „den Laufpaß geben“. Einzelheiten im Übrigen zu jeder der alten und neueren Lehren finden Sie im Buch „Grundstrukturen der Religionen – Zwischen Mystik und Schamanentum“ (Untertitel wegen der beiden Grundwege), zu erwerben bei Amazon.

Soweit jemand nunmehr wegen der hier propagierten Abschaffung der Glaubens-Ideologien befürchtet, sich oder Gott zu verlieren, ist die Furcht unbegründet. Statt schamanischer Vermittler kann er sich gleich und unmittelbar selbst an die Mutter unserer Seelen wenden. Weil Bildung hinzugetreten ist, herrscht zudem nicht mehr der status quo wie vor gut zweitausend Jahren. Statt nämlich nur einiger weniger Stammesführer kann sich nun jeder selbst das Seelenheil mit dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf verdienen. Dies bedeutet politisch, dass dafür Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Denn neben dem äußerem Voranschreiten ist zugleich das innere Vorwärtskommen, zu stemmen. Der Planet ist dazu in eine zukunftsorientierte Lebensplattform für sich vervollkommnende Seelen zurückzuverwandeln.

Das Ende der Religionen in einer Installation

Dazu notiert, hat der Autor dieser Zeilen einmal das gesamte Spektrum hierzu zur Verfügung stehender Lehren, Literatur und Märchen in einer Metaphysik-Literatur-Dokumentation zusammengestellt. Hierin wurden die großen Vordenker mit ihren Schriften präsentiert, um die Zuschauer von den Religionsstiftern weg an die großen Mystiker heranzuführen. Diese erste Installation wurde nun in einem zweiten Schritt noch einmal verschlankt und auf wesentliche Aussagen komprimiert. Ein unwissenderes Publikum soll ebenso an die großen der Zunft herangeführt werden. Die Literaturinstallation wich daher einem Tempelchen (Vorbild Goethe/s in „Das Märchen“) mit noch einfacheren und klareren Aussagen hinsichtlich des Lebens an sich und zum Sinn des Lebens. Hier einmal einge Bilder:

Ende der Religionen

Spiegelflitter zeichnen ein unscharfes Abbild

Ende der Religionen

Spiegel zeichnen das klare Abbild des Äußeren – wie/wo bleibt das Innere?

 

Ein Wort noch zur Dauer der Präsentation: Die Installation zum Ende der Religionen kann bis ins Frühjahr 2017 hinein besucht werden. Für diejenigen, die es nicht nach Langenfeld schaffen, sei auf die Dokumentation hingewiesen und es werden noch drei Fotos angefügt. Randnotiz zur Blog-Kategrorie: Die jetzt bei „Falter“ gezeigte Schau ist deshalb nicht allein Stadtgeschichte, sondern zugleichWeltgeschichte, weil sie in Langenfeld entwickelt wurde. Für Interessierte hier im Übrigen noch der Link zur IG-KLM.

Des Ende der Religionen ist da

Der Literaturtempel bei der IG-KLM zeigt es auf

Goethes Vorbild, Vorbild Goethes

Tempel mit Bildern, Texten, kleineren Installationen

Der Blick vom Parkdeck-Dach ins Tempelchen

Blick vom Sass-Parkdeck ins Tempelchen

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