Haus Arndt

schrieb am 13.09.2014 - Allgemein, Regionalgeschichte, Stadtgeschichtliches - Noch keine Kommentare

Unser Stammquartier der IG-KLM

Das Domizil der Künstlergruppe Falter, die vom Betreiber der Webseite am 5.9.2012 gegründet wurde.

Obwohl sich am Haus die Jahreszahl 1667 fand, ist die Existenz des Hauses Arndt erst aus einer Karte aus dem Jahre 1810 gesichert. Es wird zumindest bereits 1809/10 bestanden haben. Die Annalen der Besitzerfamilien indes reichen weiter zurück, sodass ein längeres Bestehen am Ort nicht auszuschließen ist. Ursprünglich war das Haus landwirtschaftlich genutzt. Heute ist im Haupthaus ein gatronomischer Betrieb, in einem Seitengebäude (zeitweilig Schreinerei / Pferdestall) eine Weinhandlung untergebracht. Die rechts des Hauses gelegenen ehemaligen Stallgebäude mussten bereits in den 1960er Jahre Garagen weichen. Sie sind seit 1984 nicht mehr vorhanden und bieten somit einen Durchgang zum Marktplatz. Der heutige gastromische Betrieb „Haus Arndt“ verfügt über zwei Terrassen, rückwärtig über eine gepflasterte, vor dem Haus liegt sie im ehemaligen Vorgarten und stellt damit eine der wenigen nicht versiegelten Flächen in der Innenstadt dar.

Haus Arndt lag im Übrigen an einer von nur vier Bachbrücken im Stadtgebiet und zugleich an einem der drei alten Fernhandelswege. Der älteste war der Mauspfad, ein in Langenfeld seit der Bronzezeit nachgewiesener Fußpfad durch das Stadtgebiet, der etwa Köln über weiter Butenweg, Hellweg und weitere Hansestraßen mit der Küste verband. Ab dem Mittelalter verband die spätere B 229 den Hitdorfer Rheinhafen mit Solingen. Solinger Stahlwaren traten ihren Siegeszug somit an Haus Arndt vorbei in die weite Welt an. Bei Haus Arndt war daher auch „zum Abkassieren“ des früher üblichen Wegezolls eine der Stationen im Stadtgebiet eingerichtet, an der das sogenannte „Barriere-Geld“ erhoben wurde und sich nur bei Zahlung die Schranke hob.

Verwundern darf es uns daher nicht, dass die Verbindung Bergisches Land und Hitdorfer Hafen (tatsächlich einst das Tor zur großen weiten Welt) uns dann wohl einen waschechten Solinger als Gastwirt im Haus Arndt beschert hat: Olaf Kohler. Einmal gar nicht am Rande notiert, sei ihm an dieser Stelle einmal für seine vielfältigen Unterstützungen der Künstlergruppe Falter gedacht, ohne die sich der Erfolg der Gruppe bei Weitem nicht so einfach gestaltet hätte.

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