Hennes im Kreisverkehr

schrieb am 12.09.2013 - Allgemein, Nonsens - Noch keine Kommentare

Kreisverkehr mit Hennes

Hennes im Kreisverkehr

Manch einer vermutete bereits, dass dem inzwischen eingeschläferten FC-Maskottchen Hennes VII im Kreisverkehr an der Metzmacherstraße / Talstraße ein Denkmal gesetzt wurde, weil fast alle FC-Abstiege aus der Bundesliga in seine Ära fallen. Andere vermuteten gar, hier würde an Hennes II erinnert, um den Schmerz um die Vergiftung des Vereinssymbols – so glaubten es damals eingefleischte FC-Fans – durch die verfeindeten Anhänger von Borussia Mönchengladbach wach zu halten. Wieder andere erinnerten daran, dass mancherorts der Teufel im Geißbock gesehen werde (vergleiche das Bild), wie etwa im Falle der Schwarzwald-Gemeinde Bad Teinach-Zavelstein und betrachteten das Abbild bislang mit dem größten Argwohn. Und noch andere hielten, wie im Falle der Teufelsbrücke in der Schweiz über die Schöllenenschlucht, einen Triumph über den Teufel für die wahre Ursache dieses obskuren „Denkmals“.

Nichts von alledem ist wahr, liebe Leser. Dennoch verkörpert der Geißbock, wie es die Seitenansicht schon vermuten lässt, den Teufel, allerdings nicht die Personifizierung des Zweifels, sondern den „Bösen Menschen“ schlechthin. Er steht deshalb im Kreisverkehr, weil dort der Hucklenbruch beginnt, der in der frühen Neuzeit Schauplatz einer traurigen Geschichte wurde. Denn dort wurde eine wohl Unschuldige, eine Adelige(?), offenbar als Hexe aufgegriffen und zu vermutend auf dem Galgenplatz „Am Galhaus(en)er Bach“ enthauptet. Ihr Schädel wurde hernach an der heutigen B 8 angenagelt zur Schau gestellt (der so genannte „Genagelte Schädel aus Langenfeld„), bevor er an Ort und Stelle verscharrt wurde. Vor diesem Hinterrund warnt der Geißbock auf dem Rondell heutzutage jeden, der sich auf dem einstigen Mauspfad befindet, dass er auf dem Hucklenbruch seinen Kopf verlieren kann. Überdies sollte jeder weiblichen Person auf dem Weg nach Köln bewusst sein, in welche Gefahr sie sich begibt. Man muss nämlich keine Engländerin sein, um zusammen mit elftausend anderen Jungfrauen im Gebeinhaus der Kölner Kirche St. Ursula zu landen (Nähe Bahnhof und gegenüber dem Brauhaus „Zur Schreckenskammer“).

Und sollte der Geißbock andererseits – dies völlig wider Erwarten – dennoch auf das FC-Maskottchen und damit auf aktuell den Bock Hennes VIII verweisen, mag der Hennes als Maskottchen dem Verein genau so viel Glück bescheren wie sein unmittelbarer Vorgänger.

 

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