Das große Geschichtsprojekt

Viele treue Leser von ritter-pitter.de mögen sich die Frage gestellt haben, warum im Sommer 2009 hier so wenig Neues zu erfahren war. Ein anderweitiges Projekt mit vielen Texten und Fotos war ins Netz zu bringen, natürlich erneut zum Thema Langenfeld. Ich hielt es für meine weitere Aufgabe, neben der Mystik eine kostenfreie Informationsmöglichkeit zum Thema Stadtgeschichte zu schaffen. Daneben war damit der Nachweis zu erbringen, dass bekannte Geschichte und hier vermutete Ereignisse nicht im Widerspruch zueinander stehen. Besonderer Dank gilt im Übrigen von meiner Seite zwei ungenannt bleiben wollenden Benutzern für ihre Hilfe bei diesem Großprojekt. Allerdings wurde ich gebeten, die Personenidentität gewisser Rittersleute nicht allzu sehr publik zu machen, keine leichte Aufgabe, wenn man für seine Leistungen von rund herum anerkennendes Schulterklopfen erntet. Doch zu den Themen:

„Die Schmankerl“

Die „Reise des roten Punktes“

Um Sie ein bisschen auf den Geschmack zu bringen, können Sie die Route des Mauspfades (Mauspfad) in Langenfeld, als eine Reise des roten Punktes über den Stadtplan nachvollziehen. Der Mauspfad ist im Übrigen der älteste bekannte Weg in Langenfeld. Er war eine überregionale Verbindung in einem Netz aus Fernwegen und ist hier seit der Bronzezeit (woanders meist erst ab der Eisenzeit) nachgewiesen. Hier können Sie sich nun mithilfe der Steuerungspfeile links den Verlauf der Straße anschauen. Über die folgenden Links gelangen Sie zu Wikipedia-Seiten (mit rotem Punkt im Stadtplan rechts) und müssen jeweils auf diese Seite zurück. Betätigen Sie dazu bitte den Pfeil links oben um auf diese Seite zurückzukehren. Wir starten im Süden am Neuburger Hof, kommen nach Schnepprath und Hausingen. Von dort geht es über die B 8 zum Hagelkreuz, dann über Galkhausen und die Talstraße zum Hucklenbruch, danach zum Ganspohl. Durch Immigrath nehmen wir die Richrather Straße über den Steinrausch nach Richrath, wo hinter dem Zollhaus der Mauspfad nach Hilden (Lehmkuhle) führt.

Wir klären einen „Mord“ auf:

Beginnen wir auf der Langenfeld Seite und folgen dem Link zum „Genagelten Schädel aus Langenfeld“ im vierten Absatz zur „Vor- und Frühgeschichte“ (natürlich zeitlich nicht ganz zutreffend zugeordnet), so gelangen wir zur Geschichte dieses Totenkopfes auf einer Stadtteilseite. Im letzten Absatz des Berichtes – fast gegen Ende – findet sich dann ein Link in die Ortslage, in der die Frau als Hexe einst geköpft wurde. Hier ist zu erfahren, welche „Welten“ dort damals aufeinander prallten.

Von der sehr traurigen Geschichte politischer Morde ist auf der Seite zum Wenzelnberg die Rede.

Von Ausgrabungen und Ergebnissen

Zu den archäologischen Untersuchungen der letzten Jahre in Langenfeld und den daraus gewonnenen Erkenntnissen sei Ihnen die Lektüre zur Kirchenwüstung St. Barbara, zu St. Martinus (Richrath) und zur Endung „-rath“ besonders empfohlen. Nicht vergessen sei auch Langenfelds erstmals urkundlich erwähnter Stadtteil Neurath. Eine vorsichtige Einschätzung der Bedeutung des Urnenfundes im Jahre 2016 findet sich auf der Seite Berghausen. Die weniger zurückhaltende Interpretation zum Alter der B 8 finden Sie hier zur Stadtgeschichte.

Zur Wirtschaftsgeschichte

Die Entwicklung der Wirtschaft in Langenfeld verlief weitestgehend parallel zu der Entwicklung in weiten Teilen Deutschlands, insbesondere auch der des Rheinlandes. Von dem Beginn mit Wald- und Landwirtschaft, den ersten Webereien, der frühen Industrialisierung bis hin zum heutigen Industriegebiet Ost erzählt die Seite Hardt. Eine besondere Bedeutung kam hier des Weiteren der Heimarbeit für die Solinger Schneidwarenindustrie zu. Hierauf verweist das Lemma zum Kotten des Schalenschneiders.

Von der Land- und Gärtnereiwirtschaft, von Kleinbetrieben sowie vom Strukturwandel zu wenigen Großbetrieben mit hohem Kapitaleinsatz berichtet das Lemma zum Wasserturm Berghausen. Von der Ausbeutung der wenigen Bodenschätze erfahren wir etwas auf der Seite zu den Leichlinger Sandbergen. Einen letzten Rest der alten Natur des Stadtgebietes bezeugt dagegen das Lemma zum Further Moor.

Zu den Sage(n) vom versunkenen Schloss

Auch die Sage(n) kommen selbstverständlich nicht zu kurz. Der geneigte Leser mag sich mit folgenden Lemmas informieren: HapelrathGalkhauser BachMotte FlachenhofDückeburgVirneburgGladbach, Gravenberg und erneut den Leichlinger Sandbergen. Verschweigen wir an dieser Stelle nicht die Motte Schwanenmühle sowie die Wasserburg Haus Graven, selbst wenn diese beiden nicht viel mit der Geschichte um das versunkene Schloss zu tun haben.

Lesen Sie zudem die Stadtteilseiten etwa zu Richrath und Reusrath, welche einst erst die Gemeinde Richrath-Reusrath bildeten, aus der später die heutige Stadt Langenfeld hervorgegangen ist. Oder finden Sie Gefallen an historischen Gebäuden wie dem Haus Wagner oder dem Haus Arndt. Vielleicht sieht man sich dort mal auf ein Bierchen.

Nutzen Sie bitte gleichfalls die Hyperlinks innerhalb der Wikipedia-Texte zu weitergehenden Informationen aus allen Wissensbereichen. Und wenn Sie selbst Ihren Mitmenschen etwas erklären, ihnen etwas beibringen oder einfach diese nur an ihrem profunden Wissen teilhaben lassen möchten, seien Sie um Ihre Mitarbeit gebeten. Denn Wikipedia ist – sieht man von einigen Hirnverbrannten ab – im Grunde eine tolle Sache.

Hintergrundinformationen zum Werdegang des Projektes

Begonnen hatte ich das Projekt im letzten Jahr mit der Überarbeitung des Lemmas zu Langenfeld. Der schwache Auftritt der Stadt in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia gefiel mir nicht, denn die ist inzwischen zu einer bedeutenden Informationsquelle geworden. So überarbeitete ich die Langenfeld-Seite und schrieb dazu die Ortsteilseite über Richrath. Danach kam die Geschichte erst einmal wegen eigener Internet-Projekte zum Erliegen. Wie dann nicht anders zu erwarten, nahm aber niemand meine Arbeit auf, sondern es blieb bei diesem Stückwerk. Deshalb habe ich von Anfang Juni bis Anfang September in jeder freien Minute 27 Lemmas (Lexikon-Artikel) über Bau- und Bodendenkmäler, 26 Lemmas über Stadtteile und Ortslagen verfasst, dazu noch einige Sonderseiten, so zum Schalenschneider, zur Pferdebestattung, zum Mauspfad oder auch zu Orten auf die Endung „-rath“. Für mich ist das Projekt abgeschlossen und es findet sich in Wikipedia nunmehr kostenfrei abrufbar, sofern meine Arbeit nicht zerstört wird, (seit 08/10 jetzt auch auf dieser Website:) Stadtgeschichte aus einem Guss.

So erfährt man nun etwa von archäologischen Funden am Rosendahlsberg, die von der Altsteinzeit bis in die Völkerwanderungszeit reichten, oder auch von den Grabungen an den Kirchen in Richrath und Reusrath. Langenfeld ist übrigens schon seit der Steinzeit, also seit mutmaßlich etwa 500.000 Jahren besiedelt. Zum Logo-L der Aktion „Wir in Langenfeld“ würde ich deshalb formulieren: „Ich wohne gerne in Langenfeld, wie hier schon seit 500.000 Jahren gerne Menschen wohnen.“ Daneben waren eine Vielzahl historischer Bauwerke zu beschreiben, angefangen mit dem Kirchturm von St. Martin aus dem zehnten Jahrhundert. Wussten Sie übrigens, dass die älteste Kneipe Langenfelds das Zollhaus ist? Es wird erstmals urkundlich 1415 erwähnt und war eine Art Mautstation am Mauspfad, der ältesten Handelsroute durch das Rheinland (siehe oben die Reise des roten Punktes).

An dieser Stelle gilt es noch, Wikipedianern aus dem weiten Umland zu danken, die mir riesig geholfen und ebenso unentgeltlich ihr Wissen und ihre Arbeitskraft für Langenfeld aufgewendet haben. Jetzt hoffe ich, dass die Langenfelder im Internet die Geschichte ihrer Stadt neu entdecken. Das Buch „Langenfeld im Focus von Ritter-Pitter“ im Übrigen, das es so nicht gibt, habe ich zu meiner Freude und als Erinnerung an diese Arbeit fertigen lassen. Es zeigt natürlich eine persönliche Sicht der Stadtgeschichte, mit der Zusammenstellung der Artikel sogar ein bisschen Lebensgeschichte auf.

Die weitere Entwicklung (zuzüglich Infos zu Altauflagen)

Als ich um 2003 herum bei „meinem alten Autoren-Verlag“ telefonisch auf die Trilogie aus „Mein Weg“, „Die Mystik“ und „Die Sage“ zu sprechen kam, meinte mein Gegenüber frech, dass es sich vielleicht um eine kleine Reihe handeln möge, keinesfalls aber um eine Trilogie. Da ich keine Lust verspürte, mit diesem Ignoranten über meine Ziele und Aufgaben zu sprechen, ließ ich seine Behauptung unwidersprochen. Gleichwohl dürfte selbst die Stadtgeschichte Langenfeld (sowie meine diesbezügliche Arbeit bei Wikipedia) ebenfalls nur ein weiterer Baustein für ein am Ende in seiner ganzen Dimension noch nicht absehbares Projekt sein. Zur Lokalgeschichte sei im Übrigen angemerkt, dass sie mein gesamtes schriftstellerisches Interesse wach hielt, weil sich gerade in diesem Bereich immer wieder reizvolle Aufgabenstellungen boten. Inzwischen ist in jenem Bereich mit „Langenfeld (der Bestell-Link ist eingefügt:) – Von Geschichte und Zauber unserer Stadt“ eine Stadtchronik mit reicher Bebilderung ganz aus meiner Feder entstanden. Doch zum Wesentlichen:
Wie dem kundigen Leser bekannt sein dürfte, beschritt ich zwei Auflösungswege, nämlich den in „Mein Weg/Die Reise“ gerichtet auf die Hohe Meisterschaft/Rätselmeisterschaft sowie den in „Die Sage“ gerichtet auf die Mittlere Meisterschaft (1. Grades). Damit verfügten bereits meine beiden ersten Werke 1999/2000 über einen inneren Zusammenhang, den mein einstiger „Geschäftspartner“ nicht zu erkennen vermochte. Mit „Die Mystik“ bzw. im Folgenden den „Grundstrukturen der Religionen“ erwuchs zudem aus beiden Wegen ein echtes drittes Themenfeld, nämlich die Auseinandersetzung mit Religionsstiftern sowie Dichtern und Denkern. Gleichzeitig wirkten mit jeder Überarbeitung die gewonnenen Erkenntnisse auf die verwandten Themen der Trilogie zurück und hatten weitere Analysen zur Folge. Eine solche sich wiederholende Bearbeitung unter Einbeziehung immer verfeinerter und erweiterter Überlegungen bezeichnete schon Friedrich Nietzsche im „Zarathustra“ als ein „Über-sich-Hinausbauen“.

In einer vermeintlich letzten Schaffensstufe, nach Abnabelung vom ersten Verlag, bei dem fünf jeweils verbesserten Versionen veröffentlicht wurden, entstand eine Trilogie, meist farbig bebildert und veröffentlicht bei 1Buch.com. Die Bücher werden übrigens noch eine Zeit als letzte Ausgabe ganz aus Autorenhand angeboten und bei 1Buch.com nach Wunsch eines Bestellers im On-Demand-Druckverfahren hergestellt. Hintergrund hierfür ist auch, dass mich diese Ausgabe und mein Leistungsvermögen echt glücklich gemacht haben. Die dazu 2013 entstandenen Ebook-Fassungen habe ich allerdings vom Markt genommen, weil schon die Software des Anbieters nicht meinen Erwartungen genügte. Auch wegen der Möglichkeiten, Druck und Ebook aus einer Hand anzubieten, wechselte ich ab 2014 zu Amazon. Doch zu den drei blauen Bänden der Trilogie von 1Buch.com:

Erster Band war hier 2009/10 „Die Reise in die Seele„, Ebook 2013 „Lebenssinn und Weisheit“. Er beschäftigt sich mit der Vervollkommnung der Seele auf verschiedenen Auflösungswegen und ist zugleich gerichtet auf den Erwerb des Wissen um himmlische Aufnahme. Daneben werden Forderungen formuliert sowie persönliche und politische Handlungsanleitungen geboten. Dabei geht es um Grundforderungen an eine humanere Gesellschaft. Mit exemplarischer Darstellung einiger Persönlichkeiten reißt das Buch den zweiten Themenkomplex der Trilogie an. Allerdings bleibt der Schwerpunkt die Verarbeitung persönlicher Lebensgeschichte. Erhältlich ist eine 2012 noch einmal überarbeitete Fassung unter „Trilogie-Reise“ bei 1buch.com.
Dem hinzugestellt wurde 2011 mit den „Grundstrukturen der Religionen“ (Ebook 2013: „Die Entstehung der Religionen“) eine vertiefte Annäherung an die Religionsstifter, wie schon aus aus dem ersten Teil gewohnt, teils in Form von Psychogrammen. Die meisten weiteren Religionen werden anhand ihrer Lehren auf die mutmaßlich zugrunde liegenden Erkenntnisprozesse zurückgeführt. Zitate von Dichtern und Denkern, dazu Überlegungen zu deren Wirken sowie Informationen aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, runden diesen Teil ab.
Vervollständigt wird die Trilogie seit 2011 durch „Geschichte im Fokus„. Wie das Ebook hierzu („Mystisches Deutschland“), veröffentlicht 2013, hat es die Besprechung von Märchen und Sagen, ferner Offenbarungen sowie Ausflügen in die Kulturgeschichte zum Inhalt. Erneut geht es um persönliche Einsichten und deren Umsetzung, hier allerdings um die historischen Ansätze und Vorgehensweisen unserer Altvorderen. Dabei werden schamanische Märchen verschiedener Stufen sowie Märchen zu allen Stufen zur Mystischen Meisterschaft vorgestellt und besprochen.

Lassen wir weitere Projekte außen vor, die nicht realisiert wurden, wäre von der „Seelenfibel“ zu berichten, die meine Kollegen in der IG-KLM anstießen. Ich sollte mit einem preiswerten Druckwerk zum Thema Mystik präsent sein. Hierfür wurden die Werke der Trilogie als „Best-Of“ zusammengeführt. Sie kann im Übrigen im Marktkarree in Langenfeld für schlappe 25 EUR erworben werden. Die „Seelenfibel“ soll eines Tages, wie eine Familienbibel bebildert, mit den wichtigsten Texten als eigenständiges Werk neben der Tetralogie zur Verfügung stehen. Inzwischen wurde nämlich aus den drei vorgenannten Büchern der Trilogie mit vielen neuen Texten „Die wahre Tetralogie„, weil – wie gesagt – Druck und Auslieferung bei Amazon schneller und günstiger zu haben sind. Der des Weiteren aus den Wikipedia-Lemmas entwickelte DIN-A4 Geschichts- und Bildband – „Langenfeld im Wandel der Zeiten“ – kann als Sonderausgabe Bratapfelmarkt 2013 für nur 30 EUR im Marktkarree erworben werden. Seine Veröffentlichung wurde im Übrigen ebenso wie „Die Seelenfibel“ von den Künstlerkollegen angestoßen.

Fassen wir damit noch einmal zusammen, ging es von Beginn an um Jedermanns persönliche Lebensgeschichte, nämlich um alle wesentlichen „Knotenpunkte des Lebens“ und deren Auflösung mit dem Ziel göttlicher Aufnahme. Erfordernisse an jeden Einzelnen und Forderungen an die Gesellschaft traten dazu. Eine große Untersuchung religiöser Lehren schloss sich an. Zu guter Letzt mussten mündliche Überlieferungen aller Art zugänglich gemacht werden, um weitere Möglichkeiten zur Entfaltung aufzuschließen. Daneben war immer wieder der Fokus auf die Stadtgeschichte zu lenken, zumal ich mit den „Sage(n) vom versunkenen Schloss“ parallel zur Rätselmeisterschaft die mittlere Meisterschaftsstufe zu erreichen suchte. Bliebe nun als letzter mystischer Forschungsschwerpunkt, wenn denn, ein mögliches göttliches Wirken (als Handlung, Duldung oder Unterlassung) aufzuspüren. Wie der geneigte Leser also erkennen mag, stellen sich Stadtgeschichte Langenfeld, Stadtkrimis und Kurzgeschichten damit als reine Nebenprodukte eines weit größeren Geschichtsprojektes dar.

Ihr Wechsel zurück auf die Seite „In den Sandbergen