Bilder ‚Schwanenmühle‘ und ‚Haus Graven‘

Die Wasserburg ‚Haus Graven‘

Von der Wasserburg Haus Graven im Langenfelder Stadtteil Wiescheid ist heute nur noch die Vorburg erhalten, die Reste einer abgebrannten Hauptburg seien in der Wiese hinter der Vorburg „versunken“. Wenn man so möchte, wäre das eine Duplizität von Ereignissen, denn auch an der Möckenburg, der Burg der Frauensage versank die „Herrschaft“, während die Vorburg noch heute zu erkennen ist. Zweifel an einer solchen Theorie des Versinkens nähren Untersuchungen Ende 2015 auf einer Fläche hinter der Vorburg. Das mögliche Herrenhaus sowie ein Turm ließen sich bei einer „zerstörungsfreien Bodenuntersuchung“ mittel Bodenradar ausmachen und lassen vermuten, dass der Rest der Hauptburg nach einer teilweisen Wiederherstellung schließlich abgetragen wurde. Man will dazu weiter forschen, sofern die Mittel beschafft werden können, und das Geheimnis womöglich eines Tages lüften.
In unmittelbarer Nachbarschaft zur Wasserburg findet sich heute übrigens der Segelflugplatz der Luftsportgruppe Erbslöh. Die Wasserburg selbst war lange in Privatbesitz und konnte über Jahrzehnte nicht besichtigt werden. Am 15. Mai 2011 (meinem 51. Geburtstag) wurde in der Wasserburg erfreulicherweise ein Museum eröffnet, das wechselnde Künstlerausstellungen zeigt. Erstmals seit den 1960er Jahren können so wieder „ganz normale“ Besucher die Wasserburg besuchen. Alte Bilder (siehe Bilderstrecke) zeigen unter anderem die 1960er Jahre, als ein dort noch ein Landwirt residierte, der zumindest den Besuch der Außenanlagen gestattete. Damit zur Bilderstrecke „Wasserburg Haus Graven“

 

Die ‚Motte Schwanenmühle‘

Sozusagen der Altbau der Wasserburg, die Vorgängerin war eine Motte, eine mittelalterliche Turmhügelburg. Auch zu dieser älteren Anlage finden Sie nachfolgend eine Bilderstrecke. Alte Wischeider munkeln im Übrigen noch heute, es hätte einst ein Fluchttunnel zur Motte bestanden, um im Falle eines Angriffs auf die Wasserburg noch eine weitere Rückzugsmöglichkeit in der „Motte Schwanenmühle“ zu erreichen. Gesichert ist diese Annahme indes nicht. Es gibt dazu weder Aufzeichnungen, noch archäologische Erkenntnisse. Doch auch von Burg Villigst wird Ähnliches berichtet. Da mag es sich um eine Parallele handeln, die womöglich in der Bauzeit der Burg auch Sinn ergab.

Zurück zur Seite „Zu Stadt und Autor