Thotenmannskirch

13. Romanische Kirche Kölns

St. Amandus in Rheinkassel, eine ursprünglich karolingische Hallenkirche

Die rechts im Bild gezeigte Kirche befindet sich auf der anderen Rheinseite in dem heute zu Köln zählenden Dorf Rheinkassel. Als besonderes Detail fällt an der ursprünglich karolingischen Saalkirche, übrigens der dreizehnten romanischen Kirche in den „Mauern Kölns“, am im zwölften Jahrhundert errichteten Turm, ein steinerner Totenkopf ins Auge. Zum Totenkopf selbst ist übrigens mit unten stehendem Link eine kleine Ausarbeitung angefügt. Ein solcher Kopf ist nicht nur mehr als ungewöhnlich, er könnte zudem einen Hinweis auf den Nibelungenzug bieten. Es ist zwar noch nicht herrschende Auffassung, die Nibelungen seien einst bei Rheindorf bzw. Rheinkassel über den Rhein gezogen, es mehren sich aber deren Befürworter: So geht inzwischen unter anderem nicht mehr nur Heinz Ritter-Schaumburg davon aus, die Nibelungen hätten den Rhein gequert, wo einst die Duna (Dhünn) in den Rhein floss. Ebenso vertritt Harry Böseke diese These mit stichhaltigen Argumenten auf seiner Homepage, auf die noch mittels Links verwiesen wird. Auch soll Pippin, der Vater Karls des Großen auf dem Weg nach Kaiserswerth regelmäßig die Fähre zwischen Merkenich und Rheindorf benutzt haben, so der Aushang in St. Aldegundis in Rheindorf, vielleicht um nach dem Rheingold Ausschau zu halten?

Das Besondere an St. Amandus

Einst Grabschmuck oder Hinweis?

Damit wäre es nicht abwegig, von einem zeitlich befristeten Aufenthalt des Schatzes in Langenfeld auszugehen. Denn es ist weiter durchaus denkbar, dass der am Zusammenfluss von Rhein und Dhünn versenkte Schatz wieder gehoben und überwiegend in die Burg des hiesigen Adels verbracht wurde. Nur ein kleiner Teil könnte überdies zum Bau der Kirche in Rheinkassel verwendet worden sein. Er stammte damit nicht aus den Taschen eines toten Schiffers, der vor rund tausend Jahren in Rheinkassel angeschwemmt worden sein soll. Auch wird der in seiner Kleidung angeblich gefundene Zettel mit dem entsprechenden Auftrag eine Notlüge gewesen sein. Ein solcher hätte ohnehin einzig vom Dorfpfarrer entziffert werden können, schließlich war das Mittelalter für breiteste Alphabetisierungskampagnen eher weniger bekannt.

Mit dieser Lösung läge ein weiterer kleiner Puzzlestein vor, der auf die Verbringung eines gehobenen Nibelungenschatzes verweisen würde. Daneben, dies berichtet eine Sage, soll das beschauliche Köln einst binnen zwei Tagen eine derart gewaltige Menge an Gold und Juwelen zusammen gebracht haben, dass davon die Gebeine der Heiligen Drei Könige erworben werden konnten. Zudem blicken noch heute 48 gekrönte Häupter aus den Fenstern der mittelalterlichen Kathedrale auf den Dreikönigsschrein hinab, ohne dass man um deren Bedeutung wüsste. Gründe genug, einen endgültigen Verbleib des Goldes im Kölner Dom und damit den Triumph der zweiten Macht im Mittelalter über den Adel anzunehmen. Selbstverständlich wird damit nicht verkannt, dass weltliche und kirchliche Macht häufig, wenn nicht in einer Hand, so doch in einer Familie lagen.

Bedeutung des Totenkopfs an der Thotenmannskirch

Bedeutung und Wert der Sage um den Weissenstein

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