Fehler zum ältesten Knochen

schrieb am 20.11.2014 - Buchvorstellung - Noch keine Kommentare

Fehler zum ältesten Knochen

Langenfeld im Wandel der Zeiten

Warum der Fehler zum ältesten Knochen nicht auffiel, ist eine tatsächlich sehr spannende Frage. Als ich das Buch Langenfeld im Wandel der Zeiten (Link zur Beschreibung) verfasste, hatte ich das Jahr 796 als das Jahr im Kopf, dass bei der C-14 Analyse zum ersten, nachweislich in Richrath, Bestatteten ermittelt wurde. Also: Es war mir bekannt, dass die früheste Grablege an St. Martin in Richrath im Jahr 796 nach Christus erfolgte. Dennoch fühlte ich mich irgendwie unsicher und ich hätte vom PC aufstehen und nachgucken müssen, ob es tatsächlich das Jahr 796 war. Habe ich aber nicht, sondern habe weiter geschrieben, weil ich ohnehin noch einmal alles zu kontrollieren gedachte und deshalb das Jahr 779 genommen. Das, so glaubte ich, würde mir auffallen und deshalb könnte auch nichts schiefgehen.

Es ging aber schief. Dabei habe ich fast jeden Tag in Richtung Düsseldorf das Schild mit der Nummer 779 bei der deutschen Bahn vor Augen, das ausweist, dass der S-Bahnhof Langenfeld bei Kilometer 20/8 an der Köln-Mindener Eisenbahn liegt. Also: Schild 779 gibt an, dass der Mast, an dem es montiert ist, 20 Kilometer und 800 Meter vom Kölner Hauptbahnhof entfernt steht. Wie an jeder anderen Strecke der Bahn, finden sich alle 200 Meter von einem jeden Ausgangspunkt Schilder mit dicken Ziffern, bei uns am Bahnhof das mit den dicken Ziffern 20/8 und einer kleinen Nummer 779 in der Ecke. Übrigens hatte ich einmal vermutet, es gäbe eine Bestellnummer 779 für alle Schilder mit den dicken Ziffern 20/8, ist aber nicht der Fall. Die Bahn macht es sich nicht so einfach. In Fahrtrichtung Köln hängt das Schild 20/8 mit der Nummer 780. Ist aber hinten am Bahnsteig und ich fahre nicht oft nach Köln. Dennoch, wenn man jeden Tag auf die 779 schaut, hätte es doch – verdammt nochmal – klingeln müssen.

Fehler zum ältesten Knochen

Schild 779 am Bahnhof

Es hat aber nicht geklingelt. Der Fehler fiel mir erst auf, als das Buch gedruckt vor mir lag. Ich habe sofort nachgeschaut und – mich bestätigt gefunden. Ein fetter Fehler zum ältesten Knochen: Er datiert in das Jahr 796. Ich hätte einfach nur 796 schreiben müssen und es wäre nichts passiert. Dass ich mich an diesem Punkt nicht mehr selbst kontrollierte, wäre nie aufgefallen. Verzeihlich, mag mancher denken, vor allem wenn  der Autor keinen Korrektor und keinen Lektor hat. Auch ich würde es jedem anderen nachsehen, es mir selber nachsehen, konnte ich dagegen lange nicht.

Denn ich bin ja dumm aufgefallen. Und jetzt kann ein Jeder, der die Langenfelder Geschichte kennt, auf mich zeigen: „Der schrieb ein Buch zur Stadtgeschichte mit dem Jahr 779 vom ersten Knochen, wo doch jeder weiß, dass es 796 hätte heißen müssen.“ Was soll ich sagen, ich habe mich deshalb lange geschämt, unendlich geschämt – und daher diesen, im Jahr 2018 verfassten Blogartikel vordatiert. So kann ich zur Not darauf verweisen und dennoch hoffen, dass den Artikel – irgendwo hinten unten – niemand findet. Denn es ist ein so unverzeihlicher Fehler, Richrath 17 Jahre älter zu machen, als es ist.

In diesem Zusammenhang fiel mir dann irgendwann noch etwas auf: Die Zahlen „7“ und „9“ werden als heilige Zahlen im Katholizismus (war einst meine Religion) der Muttergottes zugeordnet. Und da ich für die „Mutter der Welt“ als Mystiker tätig bin, kam mir womöglich neben dem Bahnhofsschild aus einem zweiten Grund die Zahl 779 in den Sinn. Ich halte es nämlich für sehr wahrscheinlich, dass ich nur deshalb an den Ausgangspunkt aller Sagen um versunkene Schlösser geboren wurde, weil ich das Rätsel um den Tod der Mystikerin der Sage zu lösen hatte. Dazu notiert, munkelt man unter Mystikern, dass SIE ihre Schäfchen immer besonders im Blick hält und dass SIE wegen der Sage(n) vom versunkenen Schloss – gerade auf Langenfeld – seit Jahrhunderten ein besonderes Auge wirft. Dann hätte die Chefin bei meinem, eigentlich unverzeihlichen Irrtum zum Jahr 779, noch selbst ihre Finger im Spiel gehabt.  Selbstredend reine Spekulation – natürlich! Dennoch könnte ich dazu noch einen draufsetzen:  Als am 24.07.1774 kein Geringerer als (Rätselmeister) Johann Wolfgang von Goethe – womöglich neugierig – durch Langenfeld ritt, mag er sich vielleicht gedacht haben: „Na denn, von hier berichtete (Rätselmeister) Dante in der Komödie und ein Nachfolger von uns beiden muss dereinst das Rätsel lösen. Hier also ist der Wald im langen Feld, wohin einst ein Ritter seine Braut verschleppte…“ – Sie halten das für spinnert? Finden Sie doch einmal heraus, was Dante über meine Bücher dachte und – lesen Sie sein Urteil dazu nach in der „Göttlichen Komödie“.

Der Hinweis zum Buch: Das ehemals mit 30 EUR veranschlagte Buch Langenfeld im Wandel der Zeiten kostet mittlerweile, in den letzten Exemplaren preisreduziert, nur noch 20 EUR. Damit liegt es sogar inzwischen satte 2 EUR 50 im VK unter dem Gestehungspreis. Das rechne ich als echtes Schnäppchen für ein zeitgeschichtliches Dokument.

 

Fehler zum ältesten Knochen und zu zeitgeschichtlichen Dokumenten

Die Seelenfibel – das künftige Elementarlehrbuch für die Welt, wenn sie es denn mag.

Ebenfalls ein zeitgeschichtliches Dokument und ebenso als Schnäppchen für nur 20 statt einst 25 EUR angeboten, wird der 940 Seiten dicke Schmöker Die Seelenfibel – „Elementarlehrbuch über den gemeinsamen Urgrund von hoher Literatur, Philosophie, Märchen, Sagen, Metaphysik und zur Persönlichkeitsentwicklung“. Erhältlich ist auch dieses Werk wie Langenfeld im Wandel der Zeiten in den Räumlichkeiten der Künstlergruppe Falter im Marktkarree, Solinger Str. 20 in Langenfeld.

Zur Entstehungsgeschichte beider Werke: Von der Gruppe Falter angestoßen, ich möchte nämlich meine Arbeiten statt nur bei Amazon (Link zur Plattform), doch auch zum Bratapfelmarkt 2013 in Buchform präsentieren, entstanden beide Druckwerke. Während Langenfeld im Wandel der Zeiten meine Arbeit zu mündlichen Überlieferungen, insbesondere ausgesuchte, von mir verfassten Wikipedia-Lemmas zur Stadtgeschichte vereint, präsentiert Die Seelenfibel ausgesuchte mystischen Arbeiten um Literatur, Philosophie, Märchen und Sagen aus meiner Feder. Dazu notiert, fiel es mir leicht, Märchen aufzulösen, weil ich mich zuvor intensiv mit der Mystik einer Sage beschäftigte. Denn eine Sage spiegelt die Erlebnisse aus der Sicht von Betrachtern wieder, die oft das Gesehene nur interpretierten, während Märchen zwar von inneren Prozessen berichten, doch von denjenigen verfasst wurden, die selbst das Erlebte zu Geschichten verarbeiteten. Beide Überlieferungsformen werden im Werk umfänglich gewürdigt, ohne dass Literatur, Religionsstifter oder auch Anleitungen zu eigenen Wegen zu kurz kämen. Ich möchte Ihnen jedenfalls Die Seelenfibel ebenso ans Herz legen, die in dieser ersten Auflage zwar noch als ein Versuchsballon gelten darf, die künftig jedoch, womöglich einmal als Bibel- und Koranersatz, die Welt verzücken könnte (kommt allerdings noch drauf an, ob man mir zuhören möchte).

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