Langenfeld im Wandel der Zeiten

schrieb am 17.11.2014 - Allgemein, Buchvorstellung, Regionalgeschichte, Stadtgeschichtliches - Noch keine Kommentare

Langenfeld im Wandel der Zeiten

Langenfeld im Wandel der Zeiten

Langenfeld im Wandel der Zeiten – Charme und Geschichte einer Stadt im Rheinland.

Noch ein Buch zur Stadtgeschichte, wird mancher fragen. Tut das denn Not, wo sich keiner mehr für Geschichte interessiert und hier fast nur noch Zugezogene leben. Ja, weil es nicht ausschweifend, sondern kurzweilig ist. Weil es viele neue Ansätze bereithält und nicht über Adelige und Pfaffen schwafelt. Weil es tolle Bilder hat und nicht den alten verstaubten Mist präsentiert, den sowieso keiner mehr kennt. Weil es die Kulturbeauftragten ärgert und die Bürger freut. Weil es aus Wikipedia heraus angestoßen einen Kontrapunkt setzt gegen dröge Historiker. Deshalb war das Buch richtig und wichtig. Langenfeld im Wandel der Zeiten ist überdies ein zeitgeschichtliches Werk, das ab 2017 in Wendezeit Geschichte (Link zum Verkäufer Amazon) einen kleinen Ableger gefunden hat – darin im Übrigen auch „Die Sage(n) vom versunkenen Schloss“.

Rückblick: Das Grüne Sofa präsentierte das Buch Langenfeld im Wandel der Zeiten sowie dessen Autor, den Betreiber dieser Webseite, am 09.12.2014 um 19 Uhr 30 im Haus Arndt. In der genannten Veranstaltung wurde aus dem Werk vorgelesen, was der Unterzeichner durch Erläuterungen und Vertiefendes zu ergänzen wusste. Die erschienenen 25 Zuhörern (voll besetztes Haus) im Dachstübchen von Haus Arndt erlebten jedenfalls einen spannenden Abend zur Geschichte der Stadt Langenfeld. In einem zweiten Teil präsentierte der Autor darüber hinaus Einblicke in das Werden eines metaphysisch-philosophischen Werks. Ein Schaffen, dass es ohne Langenfeld, ohne „die Sage(n) vom versunkenen Schloss“ und ohne manchen Mitmenschen hier so nicht gegeben hätte. Ein dritter Teil mit einigen amüsanten Kurzgeschichten rundete seinen Vortrag ab.

Nun waren Sie nicht beim Vortrag (den es in dieser Form auch nicht mehr geben wird) und überlegen, Langenfeld im Wandel der Zeiten zu erwerben. Meine Meinung ist, es lohnt sich in jedem Falle. Der Grund dafür: Das Buch wurde von Julius von Bukowski, inzwischen verstorbener Buchhändler (und Weinfest-Initiator/Organisator mit immer großem Einsatz für die Lokalgeschichte) 2012/13 der Stadt vorgelegt. Julius von Bukowski fand das Werk der Veröffentlichung und Unterstützung durch die Stadt wert, doch wurde es von dort zurückgewiesen. Als Begründung gab man an, nicht in allen Teilen mit der Meinung des Autors konform zu gehen. Was manchem als ein Makel erschiene, ist schlichtweg ein Ritterschlag, es nämlich richtig gemacht zu haben.

Dazu am Rande ergänzt: Es gibt nicht nur eine Geschichte. Wenn zwei Menschen etwas erleben, wird es in vielen Teilen ähnlich berichtet werden. Doch schon mit den Schwerpunkten, die die beiden Berichterstatter setzen, verändern sich auch Verständnis und Blickwinkel eines jeden Zuhörers. Gehen wir über die Jahrhunderte hinweg, finden sich über viele Köpfe und Generationen hinweg – das System der stillen Post – unterschiedliche Darstellungen bei den Nachfahren. Und doch gehen die unterschiedlichen Darstellungen auf zwei Berichterstatter und zu guter Letzt auf nur ein Ereignis zurück. Meine Frage: Wer hat da eigentlich recht – oder dürfen es am Ende nicht mehrere Wahrheiten bleiben? Aber das sind Überlegungen, die Historikern nie in den Sinn kämen.

Wie dem auch sei, das Buch gab es in der Bratapfelmarkt-Sonderausgabe 2013 für früher 30 EUR. Inzwischen werden die letzten Exemplare preisreduziert für 20 EUR in den Räumen der Künstlergruppe Falter, Marktkarree, erstes Obergeschoss, angeboten. Greifen Sie also zu, es lohnt sich und Nachdrucke wird es nicht mehr geben. Trotz eines kleinen Fehlers, der Sie nicht stören sollte, weil ohnehin kaum der Rede wert, sollten Sie zugreifen. Denn Langenfeld im Wandel der Zeiten ist und bleibt ein zeitgeschichtliches Dokument.

Tags:

Schreiben Sie mir Ihre Meinung

(Notwendige Felder sind mit * markiert. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.)